Seen in Afrika – Konflikte und Kooperation

Abendstimmung am Viktoriasee
Abendstimmung am Viktoriasee. Foto: Parlanter, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons

Durch mehrere große Seen verlaufen die Landesgrenzen afrikanischer Staaten. Das ist das Erbe willkürlicher kolonialer Grenzziehungen. Heute schafft das Kooperationsmöglichkeiten der Anrainerstaaten, wie sie zum Beispiel sam Viktoriasee praktiziert werden. Es entstehen aber auch Konflikte über den genauen Grenzverlauf. Verläuft die Grenze mitten durch den See haben Fischer das Problem, dass die Seegrenzen nicht durch Bojen  markiert sind und sie ohne GPS nicht wissen, ob sie die Grenze zum Nachbarland überschritten haben und dort dann nicht selten festgenommen werden. 

 

Außerdem besteht die Gefahr, dass der Bürgerkrieg in einem Land sich auf den oder die anderen Anrainerstaaten des Sees auswirken. Das ist zum Beispiel beim Eduardsee an der Grenze von Uganda und Kongo der Fall. Dabei gibt es viele ökologische und  soziale Probleme, die die Anrainerstaaten besser gemeinsam lösen können. Auch lässt sich das wirtschaftliche Potenzial der Region besser gemeinsam nutzen. Das trifft zum Beispiel auf den Tourismus zu. Mehr zu den Herausforderungen und Chancen erfahren Sie in den Beiträgen über einzelne Seen.   

 

Links zu Beiträgen über die Seen: 

 

Tschadsee – ein schrumpfender See und zunehmende Konflikte an seinen Ufern

 

Viktoriasee – der größte afrikanische See mit komplexen Problemen

 

Eduardsee – ein malerischer See inmitten von Konflikten

 

Tanganjikasee - ein tiefer See steht vor tiefgreifenden Herausforderungen

 

 

Malawisee/Njasasee – viele Herausforderungen und ermutigende Initiativen

 

© Frank Kürschner-Pelkmann