
Zu den beeindruckendsten Feuchtgebieten auf der Welt gehören die Everglades in Florida, die von den ursprünglichen Bewohnern „Pa-hay-okee“ genannt wird, Fluss aus Gras. Der Fluss, der durch das größte Feuchtgebiet der USA fließt, verzweigt sich in zahllose kleine Wasserwege. Der sehr flache Fluss war früher fast vollständig vom Gras bedeckt. Das Wasser legte nur etwa einen Meter in der Stunde zurück. Es brauchte deshalb Jahre, bis es den Golf von Mexiko erreichte. In der Nähe der Küste wird aus dem Flusswasser Brackwasser, also eine Mischung von Süß- und Salzwasser. Hier haben sich große Mangrovenwälder gebildet.
Weiter im Landesinneren entstanden Zypressensümpfe und eine flache Sägegraslandschaft. Mitten in den Sumpfgebieten des Flusses haben sich kleine Inseln gebildet, auf denen Zypressen, Mahagoni und andere Hartholzbäume wachsen. In den Everglades leben mehr als 50 Meeres- und Landsäugetierarten, über 50 Reptilienarten, 350 Vogel- und 300 Fischarten. Zu den größten Tieren gehören die bis zu 300 Kilogramm schweren Meeresschildkröten, die bis zu sechs Meter langen Amerikanischen Alligatoren, die Seekühe und die Florida-Panther. Die vielfältige Pflanzenwelt reicht von Orchideen bis zu Königspalmen. Es wachsen in den Everglades allein mehr als 100 Baumarten.
Die Everglades bedeckten ursprünglich den südlichen Teil der Halbinsel Florida. Ein kurzer Film von „National Geographic“ ermöglicht einen ersten Einblick in die Tier- und Pflanzenwelt der Everglades.

Die spanischen Eroberer Amerikas haben sich auf die punktuelle Besiedlung der Küste Floridas beschränkt und keinen Versuch unternommen, die Everglades unter ihre Kontrolle zu bringen. Auch die USA, die 1854 Florida übernahmen, beließen es zunächst dabei, die Küstenregionen des neuen Bundesstaates zu besiedeln. Anfang der 1880er wurde im Auftrag eines privaten Landentwicklers ein erster Kanal gegraben, um landwirtschaftlich nutzbare Flächen zu gewinnen. Aber das Vorhaben scheiterte nach drei Meilen Kanal.
Anfang des 20. Jahrhunderts propagierte der damalige Gouverneur von Florida William Sherman Jennings die Trockenlegung der Everglades, ohne allerdings diesen Prozess ernsthaft zu beginnen. Von 1905 an war es Gouverneur Napoleon Bonaparte Broward, der energische Schritte unternahm, um den „nutzlosen Sumpf“ der Everglades in fruchtbare landwirtschaftliche Flächen zu verwandeln. Dafür ließ er einige Kanäle durch die Everglades graben. Er hatte den Wahlkampf um den Gouverneursposten mit der Ankündigung gewonnen, den Sumpf in Viehweiden, Zitrusplantagen und Zuckerrohrfelder zu verwandeln. Er wollte ein „Empire of the Everglades“ schaffen, und in diesem Imperium war kein Platz für große Sumpfgebiete.
Allerdings zeigte sich rasch, wie aufwendig und zeitaufwendig die Trockenlegung eines Feuchtgebietes war. Immerhin fand Broward damals viel Anerkennung für sein Wirken, das als Pioniertat zur wirtschaftlichen Erschließung der Everglades und für den wirtschaftlichen Aufstieg von Florida gefeiert wurde. Präsident Theodore Roosevelt reiste extra an, um sich selbst ein Bild von den Erfolgen bei der Umwandlung „wertloser“ Sümpfe in Ackerland zu machen. Als eine erste Maßnahme ließ Gouverneur Broward einen Kanal vom Sumpfgebiet zum Meer graben und Wasser des Okeechobee-Sees und der Sümpfe ins Meer zu leiten. Das trug wesentlich dazu bei, den Everglades einen erheblichen Teil seiner Wasserzufuhr zu entziehen.
Dafür, dass er größere Flächen trocken legen ließ, hat man Broward damit geehrt, dass ein County in Florida nach ihm benannt wurde. Auch erhielt das Gericht dieses Countys den Namen Broward County Courthouse. Dort wurde ein Standbild des Gouverneurs aufgestellt. Inzwischen sehen besonders Umweltschützer die Rolle Browards bei der Trockenlegung von Everglades-Flächen kritisch. Erwähnt werden soll aber, dass dieser Gouverneur sich immerhin dadurch Verdienste erworben hat, dass er ein Waldgebiet zu einem Naturpark erklären ließ. Dass sein Standbild 2017 aus dem Broward County Courthouse entfernt wurde, lag nicht an seiner negativen „Umweltbilanz“, sondern wurde mit seinem aktiven Engagement für die Rassentrennung begründet.
Napoleon Bonaparte Broward konnte nach seiner Amtsperiode, die 1909 endete, nicht erneut für das Amt des Gouverneurs kandidieren. Seine Nachfolger setzten die Zerstörung des Feuchtgebietes fort und erreichten, dass bald mehr als die Hälfte der Everglades in landwirtschaftliche Flächen und Siedlungen umgewandelt war.
Eine folgenschwere Maßnahme war in den 1920er Jahren der Bau eines hohen Deiches rund um den Okeechobee-See, der die jährlichen Fluten weitgehend unterband, die für das Feuchtgebiet der Everglades unverzichtbar waren und sind. Negativ wirkten sich auch die zunehmende Besiedlung der Randgebiete der Everglades und eine steigende Menge Abwässer der Städte aus.

Von 1947 an bauten die Pioniere der US-Armee etwa 2.300 Kilometer neuer Deiche und Dämme sowie zahlreiche Pumpstationen, um das Wasser im Nordteil der Everglades endgültig unter Kontrolle zu bringen und weitere große Flächen landwirtschaftlich nutzen zu können. Dabei wurden natürliche Zuflüsse der verbliebenen Everglades verschlossen.
Das wirkt bis heute nach. Im Nordteil der bisherigen Everglades entstanden große Zuckerrohrfelder. Da die dünne fruchtbare obere Bodenschicht bald zerstört war, blieben Torf und darunter eine poröse Kalksandsteinschicht zurück. Auf diesen Böden ließen sich nur noch mit Kunstdünger und viel Wasser hohe Zuckerrohrerträge erzielen. Gleichzeitig dehnten sich die Großstädte Miami und Orlando immer weiter in das ursprüngliche Mangrovenküste der Everglades aus. Auch wurde immer mehr Wasser der Everglades als Trinkwasser in die Städte geleitet.

Bereits in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts formierte sich ein zunächst kleiner Widerstand gegen die Zerstörung der Everglades mit ihrer einmaligen Pflanzen- und Tierwelt. Es war eine Gruppe politischer Aktivistinnen, die damals einen ersten Erfolg zum Schutz der Everglades erzielte. Ein Unternehmer wollte eine Eisenbahnstrecke quer durch die Everglades bauen, und neben der Bahntrasse sollte später ein Highway entstehen. Das verhinderten die couragierten Frauen. Sie unterbanden nicht nur das Bauvorhaben, sondern erreichen 1916 auch, dass in den Everglades das erste, wenn auch relativ kleiner staatlich geschützter Park Floridas entstand.

In den folgenden Jahrzehnten übernahm die Journalistin und Naturschützerin Marjory Stoneman Douglas eine führende Rolle bei der Verteidigung der Everglades. So setzte sie sich für die Schaffung des „Everglades Nationalparks“ ein und arbeitete in dem Ausschuss mit, der die Planungen für den Park leitete. Das brauchte einen langen Atem. Zwar stimmte der US-Kongress 1934 dafür, den Nationalpark einzurichten, aber es dauerte 13 Jahre, bis er eröffnet werden konnte. Er hat eine Fläche etwa 5.700 qkm – ein Fünftel der ursprünglichen Fläche der Everglades.
Marjory Stoneman Douglas 1947 erschienenes Buch „Everglades: River of Gras“ hat viele Auflagen erlebt und vielen Tausend Menschen gezeigt, welche ökologische Bedeutung die Everglades haben und wie sehr sie bedroht sind. Das Buch beginnt mit diesen Sätzen: „Es gibt keine anderen Everglades auf der Welt. Sie sind und sie waren immer eine der einzigartigen Regionen der Erde; abgelegen, nie ganz erkundet. Nichts auf der Welt ist so wie sie …“ Es gelang der Autorin, anschaulich darzustellen, dass das Feuchtgebiet der Everglades kein Sumpfgebiet ist, sondern ein Fluss, der mit Gras bedeckt ist. Auch vermittelte sie in ihrem Buch und in Vorträgen, dass das Wasser, das in den Everglades verdunstet, unverzichtbar für den Wasserkreislauf in Florida und damit für die Niederschläge im Bundesstaat ist.
Marjory Stoneman Douglas wurde nicht müde zu erklären, dass die Maßnahmen, die zur Austrocknung der Everglades führten, katastrophale Auswirkungen für Pflanzen, Tiere und Menschen in ganz Florida hatten. Die Naturschützerin konnte aber nicht erreichen, dass die bereits entstandenen Schäden rückgängig gemacht wurden. Auch verloren die Everglades weiterhin naturbelassene Fläche. Marjory Stoneman Douglas starb 1998. Sie wurde 108 Jahre alt. Bis ins hohe Alter engagierte sie sich für ihren „Fluss aus Gras“. Sie wurde liebevoll die „Großmutter der Everglades“ genannt.
Erst in den 1970er Jahren wuchs die politische Unterstützung in Florida und auf Bundesebene für die Bewahrung des Everglades Nationalparks und angrenzender Feuchtgebiete. Von 1972 an kaufte die Regierung von Florida gezielt Flächen auf, um das wertvolle Naturerbe des Bundesstaates zu bewahren. Ein wichtiger Anstoß für solche Programme war der erfolgreiche Kampf gegen den Bau eines riesigen Flughafens am Rande der Everglades.

Mehr als ein halbes Jahrhundert lang wurde die 3.200 lange Startbahn des „Everglades Jetport“ am Rand des Everglades Nationalparks kaum genutzt. Zunächst fanden hier noch Ausbildungslandungen der Jets von Fluggesellschaften wie Pan Am statt. Aber die zukünftigen Piloten übten bald vor allem an Simulatoren. In den letzten Jahren nutzten nur noch Privatpiloten die Landebahn für Trainingszwecke. Nur vier Mitarbeiter waren dort stationiert, die in einem Wohncontainer lebten. Ein regulärer Flugbetrieb fand schon deshalb nicht statt, weil es weder einen Tower noch eine Flughafenfeuerwehr gab.
Dabei waren die Ambitionen Mitte der 1960er Jahre groß gewesen. Hier sollte der größte Flughafen der Welt mit sechs Start- und Landbahnen entstehen. Hier sollten vor allem zahlreiche Überschall-Passagierflugzeuge starten. Die britisch-französische Concorde faszinierte damals die Luftfahrt-Enthusiasten, und Boing arbeitete intensiv an einem Konkurrenzmodell. Der „Everglades Jetport“ sollte 58 km vom Zentrum von Mami entfernt entstehen, umgeben von einem großen Sumpfgebiet. Rund um die Uhr sollten jeden Tag Hunderte Jets starten und landen. Der Flughafen würde eine Fläche von 100 qkm bedecken. Auch die lauten Überschalljets sollten hier ohne Anwohnerproteste abheben können. Ihr Überschallknall sollte erst über dem nahen Meer zu hören sein.
Aber mehr als die eine Landebahn entstand nicht. Die großen Erwartungen in Überschall-Passagiermaschinen erfüllten sich nicht. Von der Concorde wurden nur wenige Exemplare gebaut und Boing gab seine Pläne für ein Konkurrenzflugzeug auf, bevor ein einzige Exemplar gebaut worden war. Spätestens die rasch steigenden Benzinpreise in den 1970er Jahren machten die geplanten spritfressenden Überschalljets unwirtschaftlich.
Gleichzeitig bewies ein Gutachten im Auftrag des US-Innenministeriums, dass der Bau eines gewaltigen Flughafens im Sumpfgebiet „Big Cypress Swamp“ und am Rande des Everglades Nationalparks katastrophale Umweltschäden verursachen würde. Gefährdet wäre nicht nur die Pflanzen- und Tierwelt des Gebiets, sondern auch die Wasserversorgung der ganzen Region. Zudem würde die Lebensweise der indigenen Völkes der Miccosukee und der Semiole stark beeinträchtigt werden. Das Ergebnis der Gutachter: „Ungeachtet aller Bemühungen um eine Regulierung der Landnutzung wird das Ergebnis die Zerstörung des Ökosystems von Südflorida sein. Einschätzungen, die von geringeren Schäden ausgehen, werden als unrealistisch erachtet.“
Umweltbewegungen sahen sich dadurch in ihrer Ablehnung des Mammutvorhabens bestärkt. Die Umweltschützerin Marjory Stoneman Douglas gehörte zu den vehementen Flughafengegner und gründete die Organisation „Friends of the Everglades“. Sie verkündete: „Es muss Fortschritt geben, das ist gewiss wahr. Aber wir müssen uns fragen, welchen Fortschritt wir wünschen und welchen Preis wir dafür zahlen wollen. Wenn wir im Namen des Fortschritts alles Schöne in unserer Welt zerstören und die Luft verunreinigen wollen, die wir atmen, und ebenso das Wasser, das wir trinken, dann sind wir in Schwierigkeiten.“
Anfang der 1970er Jahre stoppten die US-Regierung und der Kongress das Flughafenprojekt. Die ökologischen und ökonomischen Argumente für ein Ende des Vorhabens hatten sie überzeugt. Der Journalist Dominik Hochwarth hat im Mai 2025 auf „INGENIEUR.de“ die Geschichte dieses „Relikts der Technikvisionen der 1960er Jahre“ beschrieben. Er bewertete das Vorhaben so: „Ein Monument für eine Zeit, in der Geschwindigkeit und Größe als Fortschritt galten. Und ein Mahnmal für das Scheitern groß angelegter Vorhaben, wenn Umwelt und soziale Belange außer Acht gelassen werden.“ Das ökologisch wertvoll Sumpfgebiet in der Umgebung der Landebahn wurde 1974 zum „Big Cypress National Preserve“ (Großen Nationalen Zypressen-Reservat) erklärt. Die dort lebende indigene Bevölkerung erhielt das Recht, das Gebiet auf traditionelle Weise zu bewohnen und zu nutzen.

1976 hat die UNSECO den Everglades Nationalpark zu einem Internationalen Biosphärenreservat erklärt und 1979 zu einer Welterbestätte. Diese Anerkennung der ökologischen Bedeutung des Feuchtgebiets bedeutet in der Konsequenz, dass es in gewissem Umfang vor negativen Maßnahmen durch die Behörden des Landes geschützt ist.1987 erfolgte die Anerkennung der Everglades als „Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung“. Das hat den Kräften in der Gesellschaft Auftrieb gegeben, die entschiedene Maßnahmen zur Erhaltung und Wiederherstellung der Everglades fordern.
Noch 1962 wurde trotzdem ein Projekt in Angriff genommen, das den Wasserhaushalt in den Everglades empfindlich negativ beeinflusste. Der Kissimmee-Fluss mündet im 1.900 qkm großen Okeechobee-See, dessen Wasser in die Everglades fließt. Der Fluss erreichte traditionell nach 140 Kilometern kurvenreich den See. Nun wurde er in einen Kanal von 84 Kilometern gezwängt. Das raubte einem Marschland von etwa 180 qkm sein Wasser und hatte katastrophale Auswirkungen auf die Tier- und Pflanzenwelt der Region. Dafür entstanden neue landwirtschaftliche Flächen, und große Mengen der dort eingesetzten Phosphate, Pestizide und Insektizide gelangten über Kanäle in den Okeechobee-See.
Mitte der 1980er Jahren hörte der neugewählte Gouverneur Bob Graham auf die Naturschützer und griff persönlich zur Schaufel, um den Rückbau des Kisimmee-Flusses in sein ursprüngliches Flussbett und die Wiederherstellung der Feuchtgebiete im Einzugsbereich des Flusses zu beginnen. Das Unternehmen erwies sich als kosten- und zeitaufwendig. Es wurde erst 2021 abgeschlossen. Allein die erste Hälfte der Maßnahmen hatte mehr als 500 Millionen Dollar gekostet, ein weit höherer Betrag als derjenige, der für die Anlage des Kanals aufgewendet worden war.

Als 1986 eine giftige Algenblüte en Fünftel des Okeechobee-Sees bedeckte, war nicht mehr zu leugnen, dass die Einleitung von Phosphaten katastrophale Folgen hatten. Die Phosphate und die übrige Agrarchemie floss über ein großes Netz von Gräben und Kanälen in den See. Das hatte nicht nur für die Tier- und Pflanzenwelt des See sehr negative Auswirkungen, sondern anschließend auch für die südlich gelegenen Everglades.
Es war eindeutig, dass diese Umweltschäden durch den großflächigen Anbau und die Düngung von Zuckerrohr entstanden. Nur die Zuckerindustrie mit zwei großen Konzernen an der Spitze widersprach diesen Erkenntnissen vehement. „Big Sugar“ investierte Millionenbeträge, um bei Wahlen Politiker zu unterstützen, die die Interessen der Zuckerindustrie verteidigten. Nach etlichen Gerichtsprozessen wurde 1992 ein Kompromiss erreicht, der die Einleitung von Phosphat in die Gewässer verminderte.
Im Jahr 1994 brachte Gouverneur Lawton Chiles ein Gesetz in das Parlament von Florida ein, das das Ziel hatte, die Wasserqualität in den landwirtschaftlichen Gebieten oberhalb des Everglades zu verbessern. Im Gesetzesentwurf stand: „Das Ökosystem der Everglades muss wiederhergestellt werden sowohl was die Wasserqualität als auch was die Menge des Wassers betrifft. Es muss in einer Weise erhalten und geschützt werden, die langfristig und umfassend ist.“ Wie zu erwarten, setzten sich die Agrarlobby und besonders die großen Zuckeranbauunternehmen vehement dafür ein, das Gesetz zu verhindern oder zumindest zu „verwässern“.
Es dauerte 12 Jahre, bis das Gesetz verabschiedet wurde. Ursprünglich war vorgesehen, es „Marjory Stoneman Douglas Law“ zu nennen. Aber angesichts der Kompromisse mit der Zuckerindustrie im Gesetzgebungsprozess lehnte die Naturschützerin es vehement ab, dieses Gesetz nach ihr zu benennen. Kritiker wie sie verurteilten es unter anderem, dass die Zuckerindustrie so wenig Finanzen zur Behebung der von ihr verursachten Schäden aufbringen musste.
1995 wurde ein Bericht des „The Governor’s Commission for a Sustainable South Florida” veröffentlicht, den Gouverneur Lawton in Auftrag geben hatte. Der Bericht machte das ganze Ausmaß der Umweltprobleme im Süden Floridas sichtbar einschließlich der drohenden Wasserknappheit angesichts einer rasch wachsenden Bevölkerung und rasch zunehmenden Wasserverbrauch in den Städten. Gleichzeitig befänden sich die Everglades und angrenzende Feuchtgebiete in einem kritischen Zustand hinsichtlich der Quantität und Qualität des Wassers. Der Bericht stellte konkrete Konzepte für die Wiederherstellung der Everglades dar, unter anderem für die Speicherung von Wasser.
Der Bericht bildete die Grundlage für die Erarbeitung des „Water Resources Development Act“ von 1996 sowie weitere Maßnahmen zur Wiederherstellung der Everglades. Das Gesetz von 1996 öffnete den Weg für einen umfassenden Ansatz zur Wiederherstellung des Ökosystems im Süden Floridas. Zu den Zielen gehörte die Wiederherstellung der natürlichen Wasserströme im Süden des Bundesstaates. Es wurde eine Taskforce gebildet, die de Aufgabe erhielt, die Anstrengungen zur Wiederherstellung des Ökosystems zu koordinieren. Der Bericht ebnete auch den Weg für den „Comprehensive Everglades Restoration Plan“ (CERP)

Ende 2025 konnte gefeiert werden, dass der US-Kongress 25 Jahre vorher den „Comprehensive Everglades Restoration Plan“ beschlossen hatte. Es ist eines der weltweit größten und umfassendsten Vorhaben zur Wiederherstellung eines Ökosystems. Man nahm damals an, dass die Kosten 8,2 Milliarden Dollar betragen würden, verteilt auf etwa 30 Jahre. Inzwischen ist klar, dass die Kosten weit höher sein werden und dass das Gesamtvorhaben erst nach etwa 50 Jahren abgeschlossen werden kann.
Die Investitionen werden gemeinsam von der Regierung in Washington und der Regierung des Bundesstaates Florida finanziert. Insgesamt umfasst der Plan 68 Vorhaben. Einen Schwerpunkt bildet die Speicherung von Flusswasser, das bisher über Flussläufe und Kanäle ins Meer geflossen ist. Bei der Trockenlegung der Feuchtgebiete hatte man bewusst lange Kanäle gegraben, um möglichst große Mengen Wasser aus Seen und Flüssen ins Meer zu leiten. Nun gilt es, dieses Wasser in großen Reservoirs zu speichern und für die Wiederherstellung von Feuchtgebieten sowie für die Trinkwasserversorgung der Städte zu verwenden. Diese Zielsetzung hat ein breites Bündnis von Naturschützern und urbaner Bevölkerung zur Wiederherstellung der Everglades ermöglicht. Sowohl Demokraten als auch Republikaner unterstützen die Pläne.
Die Kosten für diese Maßnahmen sind gewaltig. Das wichtigste Reservoir mit einer Größe wie Manhattan erfordert Investitionen von 3,5 Milliarden Dollar. Wenn alle Reservoir-Pläne verwirklicht sind, beträgt das gesamte oberirdische Speichervolumen 1,9 Kubikkilometer. Hinzu kommen kleinere unterirdische Speicher. Verknüpft damit sind Feuchtgebiete, deren üppige Vegetation aus Pflanzen besteht, die belastetes Wasser auf natürliche Weise reinigen. So wird ein Ersatz für die Filterleistung der ursprünglichen Feuchtgebiete geschaffen.

Es zeigt sich, dass die Wiederherstellung der Everglades mit den Feuchtgebiete und des „Flusses aus Gras“ zahlreiche neue Deiche, Dämme und Pumpstationen erfordert. Angesichts des Umfangs früherer Zerstörungen des komplexen Ökosystems der Feuchtgebiete reicht es nicht aus, die Natur sich selbst zu überlassen. Es entsteht ein neues naturnahes Ökosystem, das auf menschlichen Eingriffen beruht und ständige Interventionen erfordert. Ohne ein engmaschiges computergesteuertes Überwachungs- und Interventionssystem bricht es zusammen.
Diese Interventionen sind mit Risiken verbunden. So musste man feststellen, dass man mit guten Absichten einen so hohen Wasserstand in einigen Feuchtgebieten hergestellt hatte, dass dadurch kleine Flussinseln mit ihrem alten Baumbestand überflutet wurden und schweren Schaden nahmen. Auch entstanden mancherorts Seen anstelle des früheren Flusses aus Gras.
Zu den ständigen menschlichen Eingriffen gehört notwendigerweise die Bekämpfung der australischen Melaleuca-Bäume. Sie wurden ursprünglich in den Everglades gepflanzt, weil sie besonders „durstig“ sind und zur Trockenlegung der Feuchtgebiete beitragen sollten. Inzwischen verdrängen sie einheimische Gehölze und behindern die Entstehung neuer Feuchtgebiete. Durch ihre intensive Bekämpfung ist es gelungen, ihre Verbreitung um 75 % zu vermindern.
Es wirkt sich auf die Feuchtgebiete auch aus, dass sie als Erholungsgebiete für Besucher zugänglich sein sollen. Das erfordert Autostraßen, Bohlenwege, Picknickplätze etc. Noch gravierender ist längerfristig die kontinuierlichen Verluste von Naturflächen durch die Ausbreitung der Städte an der Ostküste wie Miami und Fort Lauderdale. Jeden Tag ziehen zusätzlich 1.000 Menschen nach Florida.
Inzwischen ist auch noch deutlicher geworden, dass es neben der Menge des Wassers, das in die Feuchtgebiete gelangt, auch existenziell wichtig ist, dass es sich um sauberes Wasser handelt. Das Wasser, das von den Landwirtschaftsflächen im nördlichen Teil der ursprünglichen Everglades in die Kanäle, Flüsse und Seen geleitet wird, ist nicht nur mit Pestiziden belastet, sondern auch weiterhin mit Phosphaten. Eve Samples, die Direktorin von „Friends of the Everglades“, hat betont: „Im Grunde genommen können wir nicht von einer Wiederherstellung der Everglades sprechen, wenn das Wasser nicht sauber ist.“
Es werden inzwischen große Anstrengungen zur Verminderung dieser Belastungen des Wassers unternommen, das in die Feuchtgebiete fließt. Durch zähe Verhandlungen ist es mittlerweile gelungen, die Nährstoffbelastung des weitergeleiteten Wasser aus der Landwirtschaft durch neue Gesetze und veränderte Düngestrategien der Landwirte deutlich zu reduzieren.

Große Sorge bereiten den Wissenschaftlern, die die Verwirklichung des Plans überwachen und begleiten, dass die Folgen des Klimawandels immer deutlicher sichtbar werden. Höhere Durchschnittstemperaturen und Extremwetterereignisse stellen ganz neue Anforderungen an die Wasserbaumaßnahmen. So nimmt die Verdunstung zu, sodass noch mehr Wasser benötigt wird, um die Feuchtgebiete feucht zu halten.
Ein steigender Meeresspiegel hat zur Folge, dass vermehrt Meerwasser in die flachen Küstenzonen der Feuchtgebiete vordringt und das labile Gleichgewicht von Salz- und Süßwasser in diesen Brackwasserzonen gefährdet. Viele Pflanzen- und Tierarten werden dadurch in diesen Uferzonen gefährdet.
Diese Probleme werden durch immer heftigere Hurrikans noch verschärft. Trotzdem gehört Gouverneur Ron DeSantis zu den Leugnern des Klimawandels und bestreitet den Zusammenhang von Klimawandel und heftigeren Hurrikans. 2024 unterschrieb er ein Gesetz, durch das aus allen Gesetzen des Bundesstaates das Wort „Klimawandel“ entfernt werden muss. Derweil sind all diejenigen, die der Klimaforschung vertrauen, überzeugt, dass auch in Florida die Niederschläge insgesamt abnehmen und die Extremwetterereignisse zunehmen werden.

Während der ersten Jahre litt die Umsetzung des „Comprehensive Everglades Restoration Plan“ an einer unzureichenden Finanzierung. Das hat sich während der beiden Amtszeiten von Gouverneur Ron DeSantis seit 2019 geändert. 2018 hatte eine Umweltkatastrophe die Bevölkerung von Florida schockiert. Giftige Algen bedeckten viele Flüsse und Seen. Zahllose Tiere verwendeten im Wasser, und an den Meeresstränden wurden viele Tonnen toter Fische angespült.
In dieser Situation führte Ron DeSantis einen Wahlkampf mit dem Versprechen, dafür zu sorgen, dass die Flüsse und Seen von Florida wieder sauber und die Everglades wiederhergestellt würden. Er sorgte nach seiner Wahl dafür, dass in seiner ersten Amtszeit vom Bundesstaat Florida insgesamt 3,3 Milliarden Dollar für Maßnahmen zur Umsetzung der Naturschutzmaßnahmen investiert wurden. Während seiner zweiten Amtszeit waren es 3,5 Mrd. Dollar.
Auch konnte Ron DeSantis gemeinsam mit anderen Republikaner Donald Trump dazu motivieren, im Jahre 2020 Haushaltsmittel für dieses Vorhaben bereitzustellen. Ursprünglich hatte er diesen Haushaltsposition wie andere Ausgaben im Umweltschutz reduzieren oder streichen wollen. Trump hoffte nun darauf, mit den Geldern für die Everglades seine Aussichten auf eine Wiederwahl zu erhöhen. Er wurde bekanntlich trotzdem nicht wiedergewählt. Aber nach seiner erneuten Wahl zum Präsidenten 2025 behielt er das Wohlwollen für die Everglades-Pläne seines engen Verbündeten DeSantis bei. Ob der Nachfolger von Ron DeSantis vom Januar 2027 an dieses Engagement fortführt und ob unter Präsident Trump weiter Bundesmittel für die Wiederherstellung der Everglades bereitgestellt werden, bleibt abzuwarten.

Der Name der Abschiebeeinrichtung ist Programm, Abschreckungsprogramm: „Alligator Alcatraz“. Dass in dem Sumpfgebiet rund um die Einrichtung eine große Zahl für die Menschen gefährlicher Alligatoren lebt, soll den dort Inhaftierten deutlich machen, wie aussichtslos und gefährlich ein Fluchtversuch wäre. Und Alcatraz ist der Name eines historischen berüchtigten Hochsicherheits-Gefängnisses vor der Pazifikküste Kaliforniens, das durch einen sehr kalten Meeresstrom vom Festland getrennt war. Niemand konnte von dort flüchten.
Da mit Protesten und Klagen gegen das Abschiebelager am Rande des Everglades Nationalparks inmitten eines Sumpfgebietes zu rechnen war, wurde es im Geheimen vorbereitet, wobei der Gouverneur sich zunutze machte, dass er 2023 den Notstand erklärt und damit große Befugnisse erhalten hatte. Umweltprüfungen unterblieben. Mit dem Bauvorhaben wurden ohne eine öffentliche Ausschreibung vier Firmen beauftragt, die zu den großen Spendern für die Republikanische Partei in Florida gehörten. Vom 21. Juni 2025 an wurden in kaum mehr als einer Woche eine Zeltstadt für 3.000 Inhaftierte und Unterkünfte für 1.000 Bewacher errichtet und mit Zäunen umgeben.

Es kam sofort zu massiven Protesten, u. a. von der erwähnten Organisation „Friends of the Everglades“. Eine Bundesrichterin entschied, dass die Bauarbeiten erst einmal eingestellt werden mussten. Aber von einem Berufungsgericht wurde dieses Urteil mit zwei zu einer Richterstimme aufgehoben. Die beiden Richter, die den Weiterbau ermöglichten, waren von Präsident Trump eingesetzt worden.
„Alligator Alcatraz“ wurde am 1. Juli 2025 von Präsident Trump und Gouverneur Ron DeSantis besucht. Präsident Trump verkündete über das Lager: „Es könnte so gut sein wie das echte Alcatraz.“ „Alligator Alcatraz“ ist übrigens der offizielle Name dieser Einrichtung. Es soll ein Modell dafür sein, wie das nationale Ministerium für Innere Sicherheit ICE die vielen Tausend verhafteten Migranten in gefängnisähnlichen Einrichtungen festhalten will, um sie dann in ihre Heimat abzuschieben.
Floridas Generalstaatsanwalt James Uthmeier pries die neue Haftanstalt so: „Alligator Alcatraz: der One-Stop Shop (Geschäft, das alles aus einer Hand anbietet), um Präsident Trumps Agenda für Massendeportationen auszuführen.“ Außerhalb des Lagers erwarteten die Inhaftierten, betonte Uthmeier, kaum etwas anderes als Alligatoren und Pythons.
Trump selbst machte bereits auf dem Weg nach „Alligator Alcatraz“ eine zynischen Bemerkung für Inhaftierte, die versuchen sollten zu flüchten: „Rennt nicht in einer geraden Linie“, riet er ihnen, wenn sie vor einem Alligator weglaufen müssten, sondern in einer Zick-Zack-Linie: „Eure Chance erhöht sich um etwa ein Prozent.“ Der einzige Weg aus dem Lager sei die Deportation. Auf der Website der Universität von Florida war übrigens zu lesen, dass man bei einer der seltenen Begegnungen mit Alligatoren gradlinig flüchten sollte. Aber es ging Trump ja auch nicht um eine Empfehlung für Inhaftierte, sondern um Abschreckung.
Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International und Umweltschutzorganisationen fordern eine sofortige Schließung der Haftanstalt und prangern die unmenschliche Behandlung der Inhaftierten an. Amnesty International hat im Dezember 2025 einen Bericht über die Menschenrechtsverletzungen in der Haftanstalt veröffentlicht.
Ana Piquer, die Regionaldirektorin Amerika der Menschenrechtsorganisation, hat die Ergebnisse der Studie so zusammengefasst: „Unsere Recherche-Ergebnisse bestätigen, dass es sich um ein bewusst geschaffenes System handelt, das darauf abzielt, Menschen in Haft zu bestrafen, zu entmenschlichen und ihr Leiden zu verbergen.“ Ein Beispiel für die inhumane Behandlung sind die Käfige, in den Inhaftierte zur Bestrafung eingesperrt werden. Sie haben eine Grundfläche von nur 60 x 60 Zentimeter und stehen ohne Schutz vor Hitze, Regen und Mosquitos im Freien.
Mehrere Umweltschutzorganisationen sowie das Volk der Miccosukee klagen gegen den Bau der Abschiebeeinrichtung ohne eine vorherige Prüfung der zu erwartenden Umweltbelastungen. „Alligator Alcatraz“ liegt in der Nähe mehrerer Miccosukee-Siedlungen. Präsident Trump reagierte auf deren Klage (wie so häufig in ähnlichen Fällen) mit einer Strafaktion. Er legte am 30. Dezember 2025 sein Veto dagegen ein, dass aus dem Bundeshaushalt Gelder für Flutschutzmaßnahmen in einem Miccosukee-Dorf in den Everglades ausgezahlt werden sollten. Er begründete dies damit, dass die Miccosukee aktiv die Bemühungen seiner Administration um eine „vernünftige Migrationspolitik“ obstruiert hätten. Dabei hatte das Flutschutz-Vorhaben eine breite Unterstützung von Republikanern und Demokraten im Kongress gefunden, galt es doch, die dort lebenden Menschen vor drohenden Fluten zu schützen, die durch frühere Wasserbaumaßnahmen entstanden waren.
Der Everglades Nationalpark steht wie erwähnt auf der Liste des UNESCO-Welterbes. Seit 2010 steht er aber auch auf der Liste des gefährdeten Welterbes, weil Umweltverschmutzung und menschliche Eingriffe in den Wasserhaushalt die Zukunft des Ökosystems bedrohen. Das Wasser der Zuflüsse des „Grasflusses“ wie des Caloosahatchee Flusses werden immer stärker für die Trinkwasserversorgung von Städten wie Miami und ebenso für die Landwirtschaft abgezweigt. Es zeigt sich, dass in Zukunft heftige Auseinandersetzungen darüber zu erwarten sind, wie viel des immer knapperen Wassers für welche Zwecke bereitgestellt wird.
Negativ wirkt sich auch weiterhin aus, dass große Feuchtgebiete in der Umgebung das Nationalparks in landwirtschaftliche Flächen umgewandelt worden sind. Das vermindert die Menge des Wassers, das in den Nationalpark fließt. Das verbliebene Wasser ist weiterhin nicht selten mit Pestiziden und anderen Schadstoffen belastet. Auch ist das Wasser in den Everglades stark mit Quecksilber belastet, verursacht durch die Behandlung von Zuckerrohrpflanzen mit schwefelhaltigen Stoffen. Die Methylquecksilber-Konzentration, die in Everglades-Wasser gemessen wurde, ist so hoch, das Schwangeren und Kindern empfohlen wird, keine Fische aus dem Nationalpark zu essen.
Eine neue Gefahr für die Everglades kommt aus Südostasien, ist sieben Meter lang und mehr als 100 kg schwer. Es sind Tigerpythons, die verantwortungslose Züchter in den 1970er Jahren ausgesetzt haben und die sich rasend schnell im Nationalpark und seinen Randgebieten vermehren. Es gibt inzwischen schätzungsweise mehr als 150.000 dieser Schlangen in den Everglades. Sie haben bereits die Population von Kaninchen, Waschbären und anderen Tieren stark vermindert. Das hat auch die Nahrungsketten im Nationalpark empfindlich gestört. Inzwischen gibt es ein staatlich gefördertes Jagdprogramm, um möglichst viele Tigerpythons zu töten. Natürliche Feinde haben die Schlangen nicht.
Und da gibt es selbstverständlich noch die Risiken, die von den unberechenbaren politischen Entscheidungen von Präsident Donald Trump ausgehen. Dass er Anfang 2026 das Programm „Make America Beautiful Again“ verkündete, könnte zunächst einmal als positives Signal verstanden werden. Aber man muss gar nicht erst das Kleingedruckte lesen, um ins Nachdenken zu kommen. Zu den wichtigsten Prioritäten gehört: „Balance von Haushalterschaft und Wirtschaftswachstum. Umweltschutz und verantwortliche Entwicklung der natürlichen Ressourcen schließen einander nicht aus; bei Amerikas Goldenem Zeitalter geht es um Energiedominanz und Umweltreichtum.“ Kein Zweifel, hier geht es nicht um eine klimaschonende nachhaltige Entwicklung, die auch den Everglades nützen würde.
Das wird mit dieser Priorität bekräftigt: „Abbau von Bürokratie von Klimaextremisten und Bürokratie in der freien Natur: Abbau lächerlicher bürokratischen Verzögerungen, die den Naturschutz und die Wiederherstellungsarbeiten behindern.“ Das darf man durchaus als einen Generalangriff auf die bestehende Umweltschutzgesetzgebung verstehen. Um den Everglades damit gedient ist, darf bezweifelt werden, wie die Errichtung von „Alligator Alcatraz“ gezeigt hat. „Klimaextremisten“ sind übrigens für Trump diejenigen, die ernstzunehmenden Klimaschutz betreiben wollen. Die Auseinandersetzungen um die Zukunft der Everglades sind nicht beendet, sie befinden sich in einer neuen Phase.
