Frank Kürschner-Pelkmann

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aktuelles --- 17.06.2011 ---

FAO-Studie: Wasserknappheit bedroht die Ernährungssicherheit

Es sind nach Auffassung der FAO noch viele Forschungsarbeiten erforderlich, um den Zusammenhang von Klimaveränderung und Wasser genauer kennenzulernen, Copyright Foto: FAO/Guilio Napolitano

Die zunehmende Wasserknappheit in vielen Regionen der Welt droht die landwirtschaftliche Produktion zu vermindern und damit die Ernährung der Menschheit zu verschlechtern. Zu diesem Ergebnis kommt die Welternährungsorganisation FAO in der Studie "Climate Change, Water and Food Security" (Klimawandel, Wasser und Ernährungssicherheit), die kürzlich in Rom veröffentlicht wurde. Der Klimawandel trägt entscheidend zur Verknappung des Wassers im südlichen Afrika, in Teilen des amerikanischen Kontinents, in Australien und vielen Regionen Asiens bei. In Asien wirkt sich vor allem das Abschmelzen des Schnees und Gletscher-Eises des Himalajagebirges aus. Doppelt betroffen sind die Deltagebiete großer asiatischer Flüsse wie des Ganges, weil die abnehmende Menge des aus den Bergen kommenden Flusswassers einher geht mit dem Vordringen des Salzwassers als Folge steigender Meeresspiegel.

In anderen Weltregionen wird sich negativ auswirken, dass die Wasserkreisläufe sich als Folge steigender Temperaturen beschleunigen und verändern werden. Es wird erwartet, dass es in einigen tropischen Regen zu höheren Niederschlägen kommen wird, während in ohnehin trockenen Zonen die Regenfälle noch weiter abnehmen. Deshalb muss die Menschheit sich auf mehr Flut- und Dürrekatastrophen einstellen. Beides wird die landwirtschaftliche Produktion sehr negativ beeinflussen. In Weltregionen, die unter Dürren leiden, wird zudem erwartet, dass die Grundwasserspiegel weiter sinken werden, weil vermehrt dieses Wasser hochgepumpt und zur Bewässerung der Felder eingesetzt werden wird. Wenn diese Wasservorräte über das Maß genutzt werden, wie sie sich erneuern, muss das kostbare Nass aus immer größeren Tiefen geholt werden, und es ist die Versorgung zukünftiger Generationen bedroht.

Die FAO hält es für dringend geboten, dass das Bewässerungswasser sehr viel effizienter genutzt wird, zum Beispiel durch eine Tröpfchenbewässerung an den Wurzeln der Pflanzen. Außerdem kann durch das Mulchen und durch veränderte Methoden des Pflügens der Wasserverbrauch gesenkt werden. Die Rückkehr zu traditionellen Formen der Verbindung von Forst- und Landwirtschaft, also vor allem die Beschattung von Ackerflächen durch Bäume, lässt sich die Verdunstung vermindern.

Eine wichtige Grundlage für das Wassersparen bildet die Einführung von Wasseruhren, um den tatsächlichen Verbrauch exakt zu messen und dann Maßnahmen zur besseren Aufteilung des Wassers und zur Verbrauchsverminderung zu ergreifen. Bisher wird in vielen Entwicklungsländern der Wasserverbrauch in der Landwirtschaft kaum oder gar nicht gemessen, was einer Verschwendung Vorschub leistet. Bei der Verordnung von wassersparenden Maßnahmen, betont die FAO, muss aber darauf geachtet werden, dass die Kleinbauernfamilien nicht benachteiligt werden. Kleine Ackerflächen und fehlendes Kapital machen es für sie sehr viel schwieriger, erforderliche Investitionen zu tätigen als dies für kapitalstarke Großbetrieben der Fall ist.

Den vollständigen Bericht finden Sie hier als PDF-Datei.

(Frank Kürschner-Pelkmann)

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